Dokumentenserver

Software für Dokumentenserver

OPUS (Online Publikationsverbund der Universität Stuttgart)

OPUS wurde von einem Publikationssystem der Universität Stuttgart zunächst zum Online Publikationsverbund der Region Stuttgart ausgebaut, und ist mittlerweile von zahlreichen Universitäten, Fachhochschulen und anderen wissenschaftliche Einrichtungen aus allen Bundesländern übernommen worden. Mittlerweile (2007) wird es an 34 Universitäten, 12 Fachhochschulen und 4 Bibliotheks-Verbünden eingesetzt. OPUS ist für Hochschulen frei verfügbar und basiert auf ebensolchen Softwarekomponenten. Die OPUS Version 2.0 ist in PHP 4 geschrieben und kann über eine konfigurierbare Schnittstelle mit beliebigen SQL-Datenbanken betrieben werden. Als Volltextsuchkomponente wird htDig verwendet. OPUS 2.0 ist seit Juli 2002 an der Universität Stuttgart im Einsatz. In der Version 3.0 von OPUS ist eine Trennung von Inhalten und Programmteilen bei allen externen Seiten (Sprachunabhängigkeit) realisiert. Es sind differenzierte Zugriffsbeschränkungen für Dokumente definierbar (Welt/Campus/weitere). Ein Einbringen bibliografischer Daten ohne Volltexte ist möglich. Dateien können im temporären Bereich später vom Administrator hinzugefügt oder auch gelöscht werden. Zusätzliche Felder (z. B. ISBN, Bemerkungen) wurden realisert. Zur Verwaltung von zusammengehörigen Dokumenten ist neben dem bereits bestehenden Portal die Möglichkeit von Schriftenreihen mit Bandzählung und von sog. Kollektionen getreten, mit denen beliebig gestufte Hierarchien (z. B. für Zeitschriften) angelegt und verwaltet werden können. OPUS 3.0 besitzt eine OAI-Schnittstelle über die die Datenformate DC simple, XMETADISS+, XMETADISS und XEPICUR ausgegeben werden können. XMETADISS+ wird dabei zum Austausch der Daten mit der Verbunddatenbank des Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg verwendet. OPUS 3.0 ist seit Februar 2006 an der Universität Stuttgart im Einsatz und steht seit März 2006 zur Verfügung. Das in Tübingen entwickelte Lizenzmodul zur Verwaltung beliebiger Nutzungslizenzen wurde ebenso integriert wie die Kopplung mit dem kooperativen Print-on-Demand-Dienst ProPrint.

OPUS stellt umfangreiche Recherchemöglichkeiten, Autorenunterstützung, komfortable Interfaces und Support zur Verfügung. Hoher Wert wird auf die Autorenbetreuung gelegt. Eine Herausforderung ist es, Autoren von der Notwendigkeit von Schulungen zu überzeugen und konsequent die Vorteile standardisierter Workflows zur Dokumentveröffentlichung zu propagieren. Einen Überblick über den Workflow mit OPUS bietet die Präsentation "Workflow für Online-Hochschulschriften mit OPUS".

ePrints (GNU ePrints Archive Software)

GNU ePrints ist eine freie Software zum Erstellen von Online-Archiven. Sie wurde an der Universität Southampton entwickelt, um eine Vielzahl von Projekten unterstützen zu können. Ein ePrints-Archiv kann dementsprechend für eine ganze Reihe von Zielen und Konfigurationen angepasst werden. Vor allem im internationalen Umfeld hat sich die ePrints-Software stark verbreitet. Derzeit setzen weltweit über 215 elektronische Archive das ePrints-System ein. Über die Homepage von ePrints findet sich die aktuelle Version 2.3.13.1 der Software zum Download sowie ein ausführliches Dokumentations- und Serviceangebot: eprints.org

In Deutschland setzt vor allem die LMU München die aktuelle ePrints-Software ein. Die digitalen Hochschulschriften der Ludwig-Maximilians-Universität (Dissertationen, andere LMU-Publikationen und eBooks) werden von der Universitätsbibliothek unter folgendem Portal zur Verfügung gestellt: Dokumentenserver der UB München.

MyCoRe

MyCoRe ist ein Open Source Projekt zur Entwicklung eines Systems für Digitale Bibliotheken und Archivlösungen. Das Projekt hat seine Wurzeln im MILESS-Projekt der Universität Essen. In MILESS finden sich Dokumente im Volltext, insbesondere aber auch multimediale Lehr- und Lernmaterialien wie Animationen, Simulationen und Audio- und Videomaterial. MILESS wurde jedoch auf die lokalen Bedürfnisse in Essen ausgerichtet. Ausgehend von den MILESS Erfahrungen ist das Konzept entwickelt worden, einen gemeinsamen Anwendungskern für die jeweils lokal geplanten Applikationen zu entwickeln, das MyCoRe System.

Im MyCoRe Projekt arbeitet eine Gruppe von Universitäten daran, für derartige Anwendungen einen gemeinsamen Software-Kern zu erstellen. Auf der Basis dieses Kerns, der als Open Source unter GNU verfügbar ist, können spezifische Anwendungen an den jeweiligen Standorten realisiert werden. Die technische Basis des Systems bilden Java-Klassenbibliotheken, XML-Techniken und unterschiedliche Datenbank-Backends sowohl kommerzieller Art als auch Open Source Lösungen. Die aktuelle MyCoRe-Version ist verfügbar über die MyCoRe Homepage.

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Weitere Publikationssysteme

Multimedia ONline ARchiv CHemnitz: MONARCH
Dokumentenserver der Universität Dortmund: ELDORADO
Duisburg-Essen Publications online: DuEPublico
Münstersches Informations- und Archivsystem für multimediale Inhalte: MIAMI
Digitale Bibliothek Thüringen: DBT

 
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